8. Wettkampf - Regionalliga Nord 2011

Der TV Hösbach hat es nicht geschafft – nach einer durchwachsenen Saison musste man sich nun auch im Relegationswettkampf der starken Konkurrenz geschlagen geben und hat somit die letzte Chance auf den Verbleib in der 3. Bundesliga verspasst. Am Ende eines hochklassigen und spannenden Aufstiegsfinales setzten sich die Frankfurter Eintracht und die Mannschaft des Turnzentrums Bochum-Witten durch.

Für Hösbach blieb nur der dritte Platz auf dem Siegerpodest, der nicht zur erneuten Qualifikation reichte. Nach zwei Jahren in der dritthöchsten deutschen Turnklasse wird man daher in der kommenden Runde wieder in der hessischen Landesliga starten und sich den direkten Aufstieg als Planziel setzen.

In der vollbesetzten Sporthalle in Bühl startete der TVH ausgerechnet am Pauschenpferd in den alles entscheidenden Wettkampf, was nicht zu den stärksten Geräten der Mannschaft zählt. Und es war wahrlich kein guter Auftakt, denn mit nur 40,50 Punkten erreichte man hier zwar das drittbeste Ergebnis aller Mannschaften, lag damit aber mehr als vier Punkte hinter der Gerätewertung der Bochumer. Diese hatten mit dem georgischen Nationalturner und diesjährigen WM-Teilnehmer von Tokio, Shalva Dalakishvili, einen absoluten Ausnahmekönner am Start. Nicht verwunderlich, dass dieser am Ende mit 82,60 Punkten auch die Einzelwertung gewann.
Hösbach blieb jedoch nur am Pauschenpferd hinter seinen Möglichkeiten zurück. Nach dem nervösen Auftakt steigerte sich die Mannschaft kontinuierlich und zeigte fortan starke Leistungen. Dabei überzeugte man insbesondere an den Ringen, am Sprung und Barren. Mit etwas Glück und einem gestandenen Doppelsalto-Abgang am Barren hätte man sogar das beste Geräteergebnis aller drei Siegerteams erzielen können. Obwohl am Reck alles glatt lief und man 44,20 Punkten das drittbeste Mannschaftsergebnis erzielte, war vor dem letzten Durchgang schon die Entscheidung gefallen. Hösbach lag bereits 10 Punkte hinter Bochum. Trotzdem ließ sich die Hösbacher Riege nicht entmutigen und turnte mit 49,70 Punkten Saisonbestleistung. Nach dem sich Bochum auch an den Ringen keine Blöße gab und abermals Dalakishvili eine bärenstarke Übung (14,35!) präsentierte, war klar, dass sich das Blatt nicht mehr zu Gunsten der Hösbacher Riege würde wenden können.

Gegen starke Frankfurter und die Bochumer Mannschaft war einfach nicht mehr drin und für den Klassenerhalt hätte an diesem Tag alles perfekt laufen müssen. Während der TVH das Turnteam Kieselbronn/Iffezheim auf Distanz halten konnte, hatten die beiden bayerischen Vertreter, Jetzendorf und Lichtenfels, sowie die Riege aus Stadtlohn mit dem Wettkampfausgang nichts zu tun.

Nach einer anstrengenden und schwierigen Saison ist die Enttäuschung in Hösbach natürlich groß. Schließlich war man bis zuletzt zuversichtlich den Klassenerhalt schaffen zu können. Jedoch waren die Gegner sowohl während der Runde als auch zum Schluss im Relegationswettkampf im entscheidenden Moment stets präsent und hochkonzentriert. Möglicherweise spielte hier auch die Erfahrung eine gewisse Rolle.

Einzelergebnisse: Florian Zang 61,15 Punkte/5 Geräte; Julian Fäth 58,60/5; Job Koot 47,20/4; Johannes Kress 47,00/4; Mathijs Horio 24,00/2; Max Siebenlist 22,35/2; Felix Berninger 12,70/1; Lukas Bruder 10,90/1


Endstand Tabelle:

1.    Eintracht Frankfurt          299,35 Punkte
2.    TZ Bochum-Witten             292,90 Punkte
3.    TV Hösbach                   283,90 Punkte
4.    TT Kieselbronn/Iffezheim     275,80 Punkte
5.    TSV Jetzendorf               257,55 Punkte
6.    SUS Stadtlohn                252,80 Punkte
7.    Turnerschaft Lichtenfels     230,40 Punkte