7. Wettkampf - 3. Bundesliga 2011

Auch am letzten Wettkampftag der dritten Bundesliga Nord reichte es für Hösbach gegen Vinnhorst nicht für einen doppelten Punktgewinn. Nach der Niederlage gegen Sulzbach stand bereits fest, dass der TVH in die Relegation gehen muss. Der Wettkampfausgang war somit für den Tabellenstand nicht mehr entscheidend.

Lediglich die Niedersachsen konnten sich mit einem Sieg eventuell noch bis auf Rang vier vorschieben. Dennoch zeigte die Mannschaft von Robert Sauer Charakter und bot den zahlreichen Fans im vollbesetzten Hösbacher Sportpark attraktiven Turnsport. Einige Konzentrationsschwächen verhinderten jedoch den Sieg für Hösbach, der an diesem Tag so greifbar wie nie war.
Entscheidend für den Ausgang des Wettkampfs war unter anderem eine kleine Schwächephase der Hösbacher Truppe kurz vor der Pause, die die Norddeutschen zu einem 10:0 an den Ringen nutzten. Mit etwas Glück brachten sie diesen Vorsprung über die Runden und gewannen mit 35:40 Punkten.
Am Boden egalisierten sich beide Mannschaften zu Beginn der Begegnung. Johannes Kress konterte die Vorlage von Patrick Lindner und erzielte die ersten drei Score-Punkte für Hösbach. Vinnhorst glich daraufhin im folgenden Duell zwischen Felix Berninger und Max Gerbershagen aus. Erst Florian Zang brachte sein Team mit einer starken Übung in der letzten Partie gegen Marko Milutinovic in Führung und sicherte die erste Gerätewertung für die Gastgeber.
Am Pauschenpferd durfte man nun vorlegen, und dies gelang vor allem Lukas Bruder im zweiten Duell richtig gut. Mit einer schönen Übung und etwas begünstigt durch den Absteiger seines Konkurrenten schaffte er vier Punkte für den TVH. Vinnhorst ging in den folgenden Partien konzentriert zu Werke und glich zunächst durch eine saubere Übung von Christian Hemmelskamp aus. Im letzten Duell zwischen Max Gerbershagen und Johannes Kress wendete sich das Blatt zu Gunsten der Niedersachsen, die mit weiteren fünf Scores an Hösbach vorbeizogen. Im Gesamtklassement lag man nach zwei Geräten mit 9:12 Punkten noch in aussichtsreicher Position.
Dies änderte sich schlagartig an den Ringen. Mit 10:0 Punkten ging die Wertung klar an die Niedersachsen, die ihren Vorsprung nunmehr auf 13 Punkte ausbauten. Damit hatte Hösbach offensichtlich nicht gerechnet. Wieder einmal waren technische Mängel und die Ausführung ausschlaggebend für den hohen Punktverlust und den deutlichen Rückstand zur Halbzeit.
Nach der Pause hatte man sich viel vorgenommen, denn gerade am Sprung zeigte die Formkurve in den letzten Wochen deutlich nach oben. Lukas Bruder holte gleich im ersten Duell zwei Score-Punkte für Hösbach. Dann der Schock, der die Aufholjagd jäh unterbrechen sollte. Johannes Kress patzte beim Anlauf und kam nicht richtig auf das Sprungbrett, so dass er seinen gewohnt sicheren Überschlag-Salto nicht zeigen konnte. Damit war klar, dass Vinnhorst in diesem Duell die höchstmögliche Punktzahl von zehn Score-Punkten erzielen würde, selbst wenn Max Gerbershagen nur einen einfachen Sprung präsentieren sollte. Immerhin schaffte Florian Zang im letzten Duell noch zwei Punkte für Hösbach, was den Zwischenstand von 14:33 Punkten nach vier Geräten bedeutete.
Am Barren fingen sich die Gastgeber wieder und Johannes Kress sowie Lukas Bruder erzielten je vier Punkte gegen ihre Kontrahenten. David Lüddeke verkürzte noch einmal, ehe Florian Zang mit einer starken Übung weitere vier Punkte für Hösbach sicherte und die Gerätewertung mit 12:2 klar an die Heimmannschaft ging.
Wieder erstarkt ging man zum abschließenden Reckturnen, denn noch war alles möglich. Julian Fäth eröffnete das letzte Gerät der Saison mit einem Unentschieden gegen David Lüddeke. In der zweiten Partie gab es dann lange Diskussionen am Kampfrichtertisch um die Anerkennung eines Wertteils. Diese sollte letztlich für den Ausgang des Wettkampfs mitentscheidend sein, da die Gäste fünf Punkte aus dem Duell zwischen Lukas Bruder und Max Gerbershagen erhielten. Da halfen auch die hervorragenden Leistungen von Florian Zang und Max Siebenlist nichts mehr. Mit insgesamt neun Punkten holten sie zwar noch die Gerätewertung für Hösbach, konnten aber Vinnhorst nicht mehr überholen.
Der TVH hat sich nach einer durchwachsenen Saison gegen starke Gegner respektabel geschlagen. Auch wenn man lange gehofft hat, in diesem Jahr nicht durch die Relegationsrunde zu gehen, wird man sich in der kommenden Woche in Bühl gegen die Aufstiegsaspiranten aus den Landesligen beweisen müssen. Bleibt zu wünschen, dass die Truppe diese Gelegenheit nutzt. Für die tollen Fans, den Verein und das Umfeld wäre es schade, wenn nächste Saison kein Bundesliga-Turnen in Hösbach zu sehen sein sollte.

Einzelergebnisse: Florian Zang 13 Score-Punkte, Lukas Bruder 10, Johannes Kress 7, Max Siebenlist 5

Abschlusstabelle:

1. KTV Koblenz   14:0/71:13
2. KTV Hohenlohe  12:2/54:30
3. TTT Köln   10:4/43:41
4. TSG Sulzbach  6:8/40:44
5. NTT Vinnhorst  6:8/33:51
6. TV Großen-Linden  4:10/39:45
7. VFL Kirchheim  4:10/33:51
8. TV Hösbach   0:14/23:61

Matthias Rasch
Turnverein Hösbach 1895 e.V.
– Abteilung Turnen –